Ein ISMS ist ein unabdingbares System, um die IT-Sicherheit in Ihrem Unternehmen zu garantieren.
Bei einem ISMS handelt es sich nicht wie der Name suggeriert um ein IT-System, sondern um eine Sammlung von Dokumenten aus Leitlinien, Richtlinien und Verfahren – teilweise mit engem Bezug zur Organisation, zu Stellenbeschreibungen sowie zu vertraglichen Dokumenten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern oder Lieferanten.
Alle, die den internationalen IT-Betriebsstandards ITIL kennen, wissen, dass es zwischen ITIL und Betriebshandbüchern auf der einen Seite und einem ISMS auf der anderen Seite eine große inhaltliche Überlappung gibt! Hier ist man als Verantwortlicher in einem Dilemma, wenn man die Doppelpflege vermeiden will. Ein sinnvoller Master-Plan ist am Anfang nötig, um eine saubere Dokumententrennung und ein Referenzieren zu ermöglichen.
Auch Cyber-Versicherungen fordern zumindest Teile eines ISMS ab, um den eventuellen Schaden überhaupt zu übernehmen.
Sie erweitern ständig ihre Checklisten, auch bei laufenden Verträgen, weshalb ein ISMS sinnvoll ist. Compliance-Normen geben die Richtung und Struktur für ein ISMS vor. Allerdings sind diese Standards entweder sehr konkret und kleinteilig formuliert – mit Umfängen von bis zu 5.000 Seiten (z. B.
Völlig unabhängig davon, welcher Norm Sie folgen möchten: Eine ISMS-Dokumentenstruktur oder der Umfang selbst ist nicht vorgegeben. Ein ISMS muss lediglich alle Anforderungen abdecken und gleichzeitig praktikabel nutzbar sein. Der praktische Nutzen ist erfüllt, wenn das ISMS für alle Mitarbeitenden leicht, schnell lesbar und verständlich ist, konkret in der Anwendung bleibt und zudem einfach zu pflegen ist.
Aufbau eines ISMS
Ein umfangreiches ISMS, das auch dazu dient, IT-Audits erfolgreich zu gestalten, erfordert ein größeres mehrmonatiges Projekt. Faktisch ist es eher ein Unternehmens-Steuerungsprojekt als ein reines IT-Projekt.
Das ISMS besteht am Ende aus:
1 Leitlinie
20-30 Richtlinien (mit Arbeitsrollen, OrgCharts)
20-30 Verfahren und Handlungsanweisungen (mit Tools, Arbeitsrollen)
10 Prozess-Plänen, die die Abhängigkeiten und Reihenfolge der Richtlinien und Verfahren beschreiben
Zusatz-Dokumente wie Formulare und Checklisten
Als Alternative und für den ersten, schnellen positiven Effekt kann man sich begrenzen auf:
Aufbau eines Asset-Registers mit Assets und Asset-Typen – immer beginnend mit den Applikationen als Träger von Geschäftsprozessen
Definition und Beschreibung von „kritischen Systemen“ (Geschäftsprozesse, Daten) von den Applikationen zu den IT-Infrastruktur-Assets, inkl. Netzwerk:
Benutzer
Abhängigkeiten und Schutzklassen-Definitionen
BCM-Maßnahmen
Backup & Restore & Recovery (am besten ein 3-2-1 Backup)
Risiko-Analyse (auch nach NIS-2 im Fokus)
Notfallpläne für IT und Anwender
In beiden Fällen reduziert der CAIRO Baukasten die Aufwendungen erheblich.
Jüngste Updates
Seit 12 Monaten erweitern alle Nutzer das ISMS um viele KI-Aspekte bzgl. der KI-Nutzung durch die Anwender, aber auch bzgl. der in Hersteller-Produkte eingegebenen Nutzerdaten und Verwendung dieser durch die Hersteller-KI (Beispiel: Microsoft Copilot).
Auch hat die Risiko-Analyse wegen NIS-2 eine höhere Bedeutung erfahren und wird immer sorgfältiger ausgeführt. In diesem Zuge werden auch die
Cyber Security Versicherungs-Checklisten erneut geprüft und referenziert.
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