IoT Schaubild

    Eine IoT-Geschichte

    IoT? Hexenwerk! Da steigt doch keiner durch! Das ist viel zu kompliziert! Wir haben doch einen ganz anderen Fokus! Das ist auch wieder nur so ein Trendwort. Kommt Ihnen das bekannt vor? Oder erkennen Sie sich vielleicht wieder? Es gibt viele Gründe sich nicht mit dem Thema beschäftigen zu wollen. Dabei kann es so einfach sein.

    Aller Anfang ist schwer…

    Sich das erste Mal mit solchen Themen zu befassen kann mühsam sein. Vor allem, wenn es sich nur um theoretische Spielereien handelt. Ein praktischer Einsatz muss her.

    Nehmen wir die naheliegende Weinregion, die Pfalz. Der Weinbau, ein echtes Handwerk mit langer Tradition. Schön gelegen bringt das doch direkt mal einen ordentlichen Schwung Motivation mit sich. Und dabei stellen wir fest: Das ist alles viel einfacher, als man es sich vorstellt. Denn ein praktisches Beispiel schafft Nähe und macht Vieles greifbarer.

    IoT im Weinberg

    sensor

    Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Was haben wir denn eigentlich gemacht? Im Grunde benötigt man vier Komponenten: Sensoren, einen Azure IoT Hub, Azure Functions und eine Datenbank. In unserem Beispiel sind es fünf geworden, was an unserer Sensorikwahl lag.
    Bei der Sensorik haben wir uns für eine Lösung von Libelium entschieden. Der Akku wird über Solar geladen und kommuniziert wird über LTE, so muss keine zusätzliche Infrastruktur im Weinberg aufgebaut werden. Worauf wir nicht geachtet haben war, ob die Geräte mit dem IoT Hub sprechen können, der fordert nämlich eine höhere Verschlüsselung. Daher steht bei uns im Keller noch ein Libelium Meshlium Gateway als Zwischenlösung.

    Und jetzt die Technik

    Die Daten werden im JSON-Format an den IoT Hub gesendet. Der IoT Hub selbst hat eine default-EventQueue, in der standardmäßig alle Nachrichten landen. Bekommt man die Daten in verschiedenen Formaten, z.B. durch verschiedene Geräte, empfiehlt sich zusätzliche EventQueues zu erstellen und neue Routen zu definieren. Denn im Grunde macht der IoT Hub (erstmal) nichts anderes: Daten entgegennehmen und in eine Warteschlange packen.
    Aber wieso dann der IoT Hub? Ziemlich einfach. Man muss sich einfach um nichts kümmern. Keine Wartung, keine Updates, keine Ausfallsicherung. Dafür sorgt Azure und wir können uns direkt auf den nächsten Punkt konzentrieren: Die Datenverarbeitung, und die nutzt auch wieder einen solchen Service, Azure Functions.

    Nun haben wir eine Wartschlange voller Daten, die nur darauf wartet abgearbeitet zu werden. Dafür kann man jetzt einen vollkommen überdimensionierten Service wie Streaming Analytics nehmen, der zwar schnell geklickt ist, aber auch hohe monatliche Kosten verursacht, oder eben mit ein paar wenigen Handgriffen einen Service beziehen, der nur das macht, was man benötigt, in unserem Fall sogar kostenlos!


    Kurz gesagt führen Azure Functions Code in der Cloud aus und lassen sich mit verschiedenen Services anbinden. Die Azure Function ist so konfiguriert, dass sie jedes mal ausgeführt wird, wenn eine neue Nachricht in der Wartschlange landet. Die Nachricht wird in die Function geladen, mit ein bisschen Code in ein datenbankfreundliches Format umgewandelt und in die Datenbank geschrieben. Zack, fertig: Datenhaltung.
    Sind die Daten einmal in der Datenbank, kann ein Data Analyst oder KI Entwickler seinem Drängen freien Lauf lassen und dem Endnutzer die Daten derart aufbereiten, dass er damit etwas anfangen kann.

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