Microsoft Exchange: Interne Verteillisten von extern ansprechen

von | Mrz 8, 2021 | Artikel | 0 Kommentare

Microsoft Exchange macht es leicht, Email-Verteillisten aufzustellen. Zum Beispiel um mit einer Emailadresse alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder einzelne Teams und Gruppen erreichen zu können. Bei unseren Experten ist aktuell dazu eine spannende  Frage aufgeschlagen, deren Ergebnis wir gerne hier teilen wollen. 

Anforderung:

Eine befreundete Firma soll für einen bestimmten Zeitraum alle internen User über eine Verteilerliste ansprechen dürfen. Die interne Verteilerliste, in der sich alle Emailadressen der Mitarbeiter befinden, soll aber weiterhin von extern nicht ansprechbar sein. Wie kann diese Anforderung für die befreundete Firma umgesetzt werden, ohne die internen Sicherheitsrichtlinien zu verletzen und die interne Verteilerliste für jeden externen Sender zugreifbar zu machen?

Ausgangslage: Alle Mailboxen befinden sich in Exchange Online; eine Hybridanbindung verbindet den on-premise Exchange-Verwaltungsserver mit der Cloud.

Schritt 1:

Per on-premise Exchange-Server bzw. per Exchange Admin Center (EAC) oder PowerShell wird eine neue, emailaktivierte Verteilergruppe erstellt, als Basis dafür wird im Active Directory eine entsprechende Gruppe (Typ: Universal Distribution) automatisch angelegt (Hinweis: beim Erstellen gleich die korrekte Organizational Unit für das AD-Objekt auswählen, damit das neue Objekt an der richtigen Stelle platziert wird). Anschießend noch eine passende, offizielle Emailadresse setzen – fertig ist der erste Schritt.

Screenshots vom Anlegevorgang bzw. des erstellten AD-Objektes:

Schritt 2:

Die neue Verteilerliste per EAC öffnen, Delivery Management wählen: hier können Empfangsrestriktionen gesetzt oder konfiguriert werden. Für unser Vorhaben ist die Option „Senders inside and outside of my organization“ auszuwählen. Im unteren Listenfeld werden die (externen) Emailadressen aufgenommen, die berechtigt sind, diese Verteilerliste zu nutzen. In unserem Fall ist sind das drei Mitarbeiter bzw. Sender der befreundeten Firma, deren Emailadressen wir kennen.

Schritt 3:

Nach dem Klick auf das „+“-Symbol (zum Hinzufügen der externen Emailadressen) sehen wir, dass sich nur bereits bestehende Email-Objekte auswählen lassen, es können keine Emailadressen eingetippt werden.