Manchmal muss es schnell gehen, im folgenden beschreibe ich, wie wir eine kleine Firma in 48 Stunden remote arbeitsfähig ans Netz brachten.

Die Aufgabenstellung

Der Kunde hat 10 Arbeitsplätze, darunter Rechner mir sehr großen Bildschirmen und riesige Plotter für die Erstellung von großformatigen Bauzeichnungen. In seinem Büro werden auch Anwendungen betrieben: CAD Server, Ausschreibungssoftware, Mailing, Fileservices usw..
Wegen der Corona Krise soll schnellstmöglich auf Homeoffice umgestellt werden, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und den wirtschaftlichen Schaden vom Unternehmen fernzuhalten. Die laufenden Aufträge sollen weiter bearbeitet werden.
Die Arbeitsplätze sind sehr unterschiedlich. Der Empfang kann mit einem Notebook und Zugriff auf Email, Fileservice und Telefondienste arbeiten. Technische Zeichner nehmen ihre kompletten Arbeitsplätze mit nach Hause, brauchen aber Zugriff auf Server in der Firma.

 

 

Tag 1

Wir vereinbaren mit dem Kunden einen Termin und sind am Nachmittag vor Ort. Unsere Analyse ergibt: die vorhandene Hardware und der Zugang ins Internet sind nicht darauf ausgelegt, eine stabile, wartbare Home-Office Lösung zu betreiben. Aber die Zeit drängt, wir müssen improvisieren. Auf dem Heimweg diskutieren wir die ersten Lösungsansätze. Wir werden was aus unseren Bestand und mit Bordmitteln bauen. Hardwarebestellungen und Schriftkram dauert jetzt zu lange.

 

Tag 2

Wir sprechen morgens mit dem Kunden ab, eine Open Source Firewall auf einem Rechner mit 2 Netzwerkkarten, den wir aus unserem Netz heraustrennen können, aufzubauen und damit seine Anforderungen umzusetzen. Mein Kollege bereitet bereits die Hardware vor, versieht sie mit der Firewallsoftware OpenSense und hängt sie testweise ans Netz. Ich kümmere mich um die Anpassungen am Netzwerk des Kunden und bereite die RemoteAccess (RAS) Zugänge für den nächsten Tag vor. Wir müssen die ganze Aktion ja in unserem normalen Tagesablauf einschieben, deswegen wird der Tag ein wenig länger und es bleibt auch nicht viel Zeit für Pausen. Dennoch gönnen wir uns am Ende des Arbeitstages ein gemeinsames Bier. Soviel Zeit muss sein.

 

Tag 3

Wir transportieren die neue Hardware zum Kunden und fahren sie hoch. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kunden, die im Home-Office arbeiten sollen, bauen ihr Equipment ab und transportieren es nach Hause Ab jetzt ist die Firma remote erreichbar. Aber wie funktioniert das? Bereits am Vorabend haben wir eine kleine Anleitung geschrieben, die wir jetzt den Mitarbeiterinnen Mitarbeitern zukommen lassen. Darin auch eine Telefonnummer von uns, an die sich die Leute wenden können, wenn Sie Schwierigkeiten haben.
Wir bekommen zwar ein paar Anrufe, aber im Großen und Ganzen funktioniert das ziemlich reibungslos. Alle ziehen mit.

 

Fazit

Technisch war es für uns nicht die ganz große Herausforderung. Die Schwierigkeit lag eher darin, dies in kurzer Zeit umzusetzen. Normalerweise machen wir ja ein Angebot, verhandeln mit dem Kunden, dieser gibt es einen Auftrag, wir vereinbaren Termine. Auf das alles haben wir verzichtet. Das setzt natürlich einen Vertrauensvorschuss bei Kunde und Dienstleister voraus, den beide Seiten bereit waren, einzugehen. Und es braucht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf beiden Seiten, die flexibel auf die Anforderungen und Probleme reagieren. Wenn diese beiden Dinge gewährleistet sind, ist vieles machbar auch und gerade in der Krise. Dies ist in Krisenzeiten und auch in normalen Zeiten unser Anspruch als IT-Dienstleister in Mannheim.

CAIRO AG
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