Was Sie schon immer über Cloud Computing wissen wollten (und sich nie zu fragen trauten).

Cloud Computing wächst und wächst. Immer mehr kleine und große Unternehmen auf der ganzen Welt bauen inzwischen komplett oder teilweise auf Cloud-basierte IT-Systeme. Doch was bedeutet das genau? Wie funktioniert Cloud Computing? Wo liegen die Vorteile? Und welche Risiken sind zu beachten?

Dieser Artikel soll Ihnen erste Einblicke schenken und einen Überblick über das Thema verschaffen. Sollten Sie darüber hinaus Fragen zum Thema haben, können Sie uns auch gerne direkt kontaktieren.

CAIRO Cloud Ready
CAIRO Cloud Ready

Was ist Cloud Computing?

Cloud Computing nutzt die Möglichkeiten des Internets, um Software, Plattformen und IT-Infrastrukturen (Hardware-Ressourcen) zu dezentralisieren. Konkret heißt das, dass eine Cloud Technologie all diese Ressourcen zur Verfügung stellt. Die Server zum Beispiel stehen dann nicht nur in Ihrem eigenen Keller, sondern beim jeweiligen Provider. Dieser ist dann auch komplett für die technische Wartung und Sicherheit verantwortlich.

Die Konsequenz? Beim Cloud Computing brauchen die Nutzer theoretisch nur noch ein Interface, das ihnen Zugang zum Internet und damit den Zugriff auf alle Services ermöglicht. Denn neben Programmen („Software as a Service“) und Plattformen („Platforms as a Service“) bekommt der User beim Cloud Computing auch Zugriff auf externe Hardware-Ressourcen (Infrastructure as a Service).

Ihre Infrastruktur aus der Cloud beziehen

IaaS, wie die Abkürzung für die Bereitstellung der Infrastruktur im Fachjargon lautet, bietet zum Beispiel virtuellen Speicher, Netzwerkverbindungen, Bandbreite, Lastverteiler und IP-Adressen – alles remote! Dieser Pool an Hardware-Ressourcen wird dann von einer Vielzahl an Servern und Netzwerken bereitgestellt, die sich meist über mehrere Data Center verteilen.

Die daraus resultierende Redundanz sorgt für eine hohe Zuverlässigkeit im täglichen Betrieb. Denn sollte mal einer der Server ausfallen, übernimmt ein anderer dieselbe Aufgabe. Aus demselben Grund werden die Daten beim Cloud Computing auch immer auf mehreren Festplatten gleichzeitig gespeichert, so dass die Daten an verschiedenen Standorten zur Verfügung stehen.

Virtualisierung: Die Technologie hinter der Cloud

Bei der Virtualisierung wird ein einzelner physischer Server in mehrere logische Server aufgeteilt. Jeder einzelne dieser logischen Server verhält sich dabei wie ein physischer Server. In den logischen Servern werden die einzelnen Applikationen oder Prozesse in sogenannte Container „gesperrt“.

Dadurch werden Hard- und Software komplett voneinander entkoppelt. Die Konsequenz? Man kann alle zur Verfügung stehenden Ressourcen wie Bandbreite, Speicherplatz, RAM und Prozessorleistung flexibel nach akutem Bedarf zuteilen – und damit deutlich effizienter nutzen.

Was sind die Vorteile von Cloud Computing?

Für die strategische Entscheidung vieler Unternehmen in Zukunft teilweise oder vollständig auf Cloud Computing zu setzen, gibt es viele gute Argumente. Die wichtigsten haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Kosten sparen

IT Infrastrukturen bereitzustellen und zu unterhalten, kostet viel Geld. Denn Unternehmen müssen nicht nur die Hardware erwerben, sondern auch sicherstellen, dass sie installiert und vor allem regelmäßig gewartet wird. Cloud Computing erlaubt Unternehmen, einen Großteil dieser Kosten einzusparen: Der Cloud Provider übernimmt gegen eine Gebühr die Verantwortung für alle diese Leistungen.

Anstatt Hard- und Software vor Ort bereitzustellen, erwirbt man die Möglichkeit, Programme und Infrastruktur ‚remote‘ über die Cloud zu verteilen. Dabei lassen sich die Kosten sogar entsprechend des Grads der Nutzung skalieren. Benötigen Sie ein bestimmtes Programm zum Beispiel nur einmal alle drei Monate, können Sie für dieses Programm einfach pro Nutzung zahlen.

Hinzu kommt, dass mittelgroße Unternehmen dank der Cloud keine eigene interne IT Abteilung mehr brauchen. Bei Bedarf wird einfach ein externes IT-Support-Team hinzugezogen – zu einem Bruchteil der Kosten pro Jahr.

An der Spitze bleiben

Auf technologischer Ebene bringt Cloud Computing strategische Wettbewerbsvorteile: Unternehmen haben immer Zugang zu den neuesten Programmen und Plattformen, ohne Zeit und Kosten in deren Installation stecken zu müssen.

Schneller im Einsatz

Mal angenommen, Sie benötigen ein ganz bestimmtes Programm für eine neue Aufgabe. Mit Cloud Computing sind Sie nur wenige Klicks davon entfernt – und können damit auch Ihre Aufgabe deutlich schneller beenden.

Nie wieder Datenverlust

In der Cloud geht nichts verloren: Da Ihre Daten auf mehreren Servern gleichzeitig gespeichert werden, ist ein Verlust sehr unwahrscheinlich. Cloud Backups ermöglichen bei Bedarf jederzeit eine schnelle und problemlose Wiederherstellung der Daten.

Volle Mobilität genießen

„Ich bin heute nicht im Büro. Könnten Sie mir mal den aktuellen Forecast zuschicken?“ In Unternehmen mit Cloud Computing sind solche Anfragen nicht mehr nötig. Denn dank der Cloud können die Mitarbeiter von überall auf alle Daten, Plattformen und Programme zugreifen. Alles, was sie brauchen, ist ein Internetzugang.

Leichter zusammenarbeiten

Egal wo auf der Welt Sie oder Ihre Mitarbeiter gerade sind: Mit Hilfe der Cloud können Sie in Echtzeit zusammenzuarbeiten. Konkret heißt das, dass Ihr ganzes Team gleichzeitig an einem Dokument arbeiten kann. Alle Anpassungen und Kommentare sind für alle sofort sichtbar.

Keine Kapazitätsgrenzen

Die Datenmengen nehmen immer weiter zu – und bringen Unternehmen mit klassischen IT-Infrastrukturen regelmäßig an den Rand Ihrer Speicherkapazitäten. Eine Erweiterung bringt großen Aufwand mit sich. In der Cloud bucht man sich einfach mehr Speicherkapazitäten dazu – zu vergleichsweise geringen Kosten.

Welche Risiken birgt Cloud Computing?

Neben vielen Vorteilen birgt Cloud Computing natürlich auch eine Reihe von Risiken. Hier haben wir einige Aspekte zusammengefasst, die Entscheider wissen sollten.

Sicherheit sensibler Daten

Bei allen oben genannten Vorteilen: Wenn Sie komplett auf Cloud Computing setzen, liegen Ihre Daten (inklusive sensibler Dokumente) auf den Servern Ihres Cloud Providers.

Neben dem Cloud Provider selbst können sich bei mangelnder Absicherung Hacker oder Geheimdienste (z.B. das Prism Programm der USA) Zugang zu Ihren Unternehmensdaten verschaffen.

Wenn alle Daten auf den Servern des Cloud-Providers verschlüsselt werden, kann das Risiko des Datenklaus minimiert werden.

Abhängigkeit von einem funktionierenden Internetzugang

Ohne Internet keine Arbeit: Cloud Computing setzt immer einen funktionierenden Internetzugang voraus. Fällt das Netz aus, steht Ihr Unternehmen erst einmal still. Denn Ihre Mitarbeiter können dann nicht mehr auf ihre Dokumente zugreifen.

Coworking Spaces bieten eine sinnvolle Ergänzung zu den eigenen Büroräumen. Denn wenn das Internet in den eigenen Räumen ausfällt, kann man so flexibel auf diese Arbeitsplätze zugreifen.

Abhängigkeit von der IT des Cloud Providers

Cloud Computing hat viel mit Vertrauen zu tun. Denn Unternehmen machen sich komplett von der IT des Cloud Providers abhängig. Hier muss man sich bewusst sein, dass trotz aller Redundanzen auch diese IT nicht gänzlich vor Fehlern und Ausfällen gefeit ist.

Strom- und Internet-Ausfälle oder andere technische Probleme auf Seiten des Cloud Providers können jederzeit vorkommen – und bedeuten dann für alle Kunden kostspielige Ausfallzeiten.

Hier kann eine Multi-Cloud bzw. Multi-Provider Strategie helfen. Dabei beschränkt man sich bewusst nicht nur auf einen Cloud Provider. So können Sie Ihr Unternehmen nicht nur unabhängig von der technischen Infrastruktur der einzelnen Provider machen, sondern auch effektiv Vendor Lock-Ins und unnötige Abhängigkeiten verhindern..

Fazit

Jedes Unternehmen ist anders. Zu welchem Maß man die eigene IT auf Cloud Technologien verlagert und wie man die entsprechenden Risiken managt, muss deshalb vor dem Hintergrund der individuellen Anforderungen entschieden werden. Bei Bedarf beraten Sie unsere Cloud Profis natürlich jederzeit gerne. Schicken Sie uns in diesem Fall einfach eine kurze Nachricht.

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